Sol Gabetta mag es russisch
5. Solsberg Festival 2010
Badische Zeitung
Sol Gabetta gibt zwischen dem 11. und 26. Juni acht Konzerte und ein Familienkonzert in der Klosterkirche Olsberg und in der Stadtkirche Rheinfelden. Die Cellistin hat sich vier Programme ausgedacht, um ihr 5. Solsberg-Festival zu zelebrieren. Mit der Pianistin Mihaela Ursuleasa gestaltet sie ein Rezital mit Werken russischer Komponisten aus verschiedenen Epochen: Rodion Schedrin (der einen Besuch beim Festival angekündigt hat), Prokofiev und Servais. Russland, wo Sol Gabetta prägende familiäre und musikalische Wurzeln hat, beeinflusst das Programm am 2. und 3. Abend des Festivals: Mit Musikern um den Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Guy Braunstein, gestaltet sieKammermusik-Werke von Arensky, Tschajkowski und Schostakowitsch. Mit Baiba und Lauma Skride wird sie am 2. Wochenende Trio-Konzerte gestalten. Neben den Trios von Mozart und Schumann ist auch ein russischer Komponist vertreten: Moshe Weinberg. Zum Abschluss des Festivals zieht Sol Gabetta in die Stadtkirche Rheinfelden ein. Mit dem kammerorchesterbasel kommt das Cellokonzert in a-moll von Camille Saint-Saëns zur Aufführung. Ein Kinderkonzert bietet eine Begegnung mit Gabetta und dem Pantomimen Fabian Gysling.


Mehr Raum für ein größeres Publikum
4. Solsberg Festival 5.-7. Juni und 12.- 14. Juni 2009
Das Angebot des Solsberg-Festivals wächst, um der großen Nachfrage gerecht zu werden: Die vierte Ausgabe des Musikfestivals, benannt nach dem Hauptspielort, dem aargauischen Olsberg, und der Cellistin und künstlerischen Leiterin Sol Gabetta, umfasst sieben Hauptkonzerte, verteilt auf zwei Wochenenden. Der Vorverkauf läuft bereits.

Als neuen Spielort haben die Veranstalter die barocke Stadtkirche St. Martin in Rheinfelden/Schweiz ausgesucht, welche mehr Raum für ein Orchester sowie für ein größeres Publikum (circa 600 Menschen) bietet. Die Stadtkirche wird an zwei Abenden mit einem Programm mit Sol Gabetta und dem Kammerorchester Basel bespielt. Der eindrückliche sakrale Barockbau passt stilistisch hervorragend zur Klosterkirche Olsberg. Er soll künftig für Orchesterkonzerte genutzt werden. Zentrum des Festivals wird aber die Klosterkirche Olsberg bleiben.

Sol Gabetta hat für ihre vier Konzertprogramme erneut ihr nahe stehende Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Mit dem Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Guy Braunstein, wird Sol Gabetta die ersten beiden Programme gestalten mit Werken von Peteris Vasks, Johannes Brahms und Gustav Mahler. Einer der führenden Chöre Deutschlands, die Camerata Vocale Freiburg mit ihrem Dirigenten Winfried Toll, bereichert das Programm mit Vasks "Plainscapes" für Chor, Violine und Violoncello.

Ein Orchesterprogramm mit dem Kammerorchester Basel und Sol Gabetta als Solistin prägt das zweite Wochenende mit zwei Konzerten in Rheinfelden. Dabei stehen Werke Joseph Haydns im Zentrum, jenem Komponisten, dem 2009 zu seinem 200. Todestag gedacht wird. Die während Jahrhunderten zum Habsburger-Reich gehörende Stadt Rheinfelden pflegte in dieser Epoche auch musikalische Kontakte zu den musikalischen Zentren im jetzigen Österreich. Der Fund eines Manuskriptes einer Messe von Michael Haydn vor einigen Jahren (während des Umbaus der Kirche) ist ein Zeugnis dieser spannenden Geschichte.

Ein Rezital von Sol Gabetta mit dem Pianisten Dejan Lazic beschließt das Festival in Olsberg. Ein Kinderkonzert rund um die Cellosonate von Schostakowitsch spricht die Schulen und Familien in der Region an. Das Festival möchte bewusst keine programmatischen Jahresschwerpunkte setzen, sondern von der Vielfalt zehren, welche sich durch die Durchmischung der Künstler ergibt.


3. SOLSBERG Festival 2008
06.-08. Juni und 13.-15. Juni 2008 in Olsberg bei Basel [CH]
Die argentinische Cellistin Sol Gabetta, die sich seit einigen Jahren in der Region Basel niedergelassen hat, erfüllt sich mit dem ersten Solsberg-Festival einen Traum: das Musizieren mit Gleichgesinnten in einer historisch bedeutenden Umgebung und das Gestalten spannender Programme, die im Kreise auserwählter Musiker gespielt werden.

Die Musikerinnen und Musiker, welche das Solsberg-Festival gestalten, haben alle bedeutende internationale Preise gewonnen. Sie stehen mitten in glanzvollen Künstlerkarrieren und können zweifellos zur neuen Generation der international führenden Solisten gezählt werden.


[ Impressionen aus Olsberg ]


  
Die Region Basel erhält mit dem kleinen, aber feinen Festival einen goldenen Mosaikstein in der Musiklandschaft der Nordwestschweiz. Die barocke Klosterkirche Olsberg, im Kanton Aargau gelegen, wird einen unvergleichlich festlichen und feierlichen Rahmen in naturnaher ländlicher Umgebung bieten und für viele Konzertbesucher eine überraschende Entdeckung in unmittelbarer Nähe der Stadt Basel darstellen.


Klanggewitter
Begeisterndes Finale beim SOLsberg-Festival
JENNY BERG, BAZ
Die Region Basel hat ein neues Festival: SOLsberg. Inmitten poetischer Landschaft beherbergte die barocke Klosterkirche Olsberg drei Kammermusikabende, in denen mit der Cellistin Sol Gabetta und der Violinistin Patricia Kopatchinskaja zwei junge Musikerinnen im Zentrum standen. Gemeinsam mit Gérard Wyss formierten sie sich zum Klaviertrio und brachten Erstaunliches zu Gehör. Erstaunlich war nicht das Programm, das mit Haydn, Beethoven und Brahms den gängigen Geschmack bediente.
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Das Programm und weitere Einzelheiten zum SOLsberg Festival finden Sie unter www.solsberg.ch
Die eindrückliche Geschichte des Klosters Olsberg geht bis in das Jahr 1234 zurück. Ein paar Frauen begehrten damals um Aufnahme in den Zisterzienserinnen-Orden. Das Kloster erhielt den Namen ‚Hortus Dei’ und wurde 1236 vom Gründungsort in der Nähe von St. Urban nach Olsberg verlegt.

Das Kloster durchlebte eine wechselvolle Geschichte. In dieser langen Zeit bis heute hat sich hier einiges zugetragen, teilweise parallel zu weltgeschichtlichen Entwicklungen, teilweise völlig autonom.

Den Habsburgern oblag bis zur Übergabe der Anlage an den jungen Kanton Aargau im Jahre 1803 die weltliche Aufsicht. Die Zisterzienser-Abtei in Lützel / Elsass vollzog bis 1748 die kirchliche Aufsicht, die dann für die letzten Jahrzehnte der Klostergeschichte an Salem und zuletzt ans Kloster Tennenbach ging.

Nach der Aufhebung des Klosters fand ein Töchterinstitut für adelige Töchter sein Zuhause in der Anlage. Dieses wurde 1835 auf Grund eines grossrätlichen Beschlusses geschlossen. Eine Fortführung der Schule auf privater Basis scheiterte nach zwei Jahren.

1846 wurde die Pestalozzistiftung der Deutsch-schweiz in den Klosterräumen eingerichtet, zu Beginn dem damaligen Wortgebrauch entsprechend eine «Zöglingsanstalt». Die ehemals privat geführte Stiftung wurde 1860 dem Kanton Aargau übergeben. Heute wird der Betrieb direkt vom Departement BKS (Bildung, Kultur und Sport) geführt.

Der Kanton Aargau hat die gesamte Anlage zwischen 1972 und 1995 umfassend renoviert. Der Schweizerische Kunstführer sowie verschiedene Artikel und Bücher verweisen auf die eindrückliche Klostergeschichte.

www.stiftolsberg.ch
Ab 2008 haben wir die Sponsorensituation folgendermassen geregelt:

- Die Internationale Treuhand AG (itag) wird für 10 Jahre "Partner und Hauptsponsor"

- Die Kulturabteilung des Kantons Aargau übernimmt die Rolle als langfristige "Förderin"