Sol Gabetta
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Sun 17.12.2017

Press

Villingen-Schwenningen. Vor ausverkauften Haus spielten das Kammerorchester Basel und die Cellistin Sol Gabetta im Villinger Franziskaner. Das Publikum war gespannt auf den Star des Abends, dem ein exzellenter Ruf vorauseilt. [...] Die Solistin zeichnete sich durch selbst auferlegte Zurückhaltung aus, legte weniger Wert auf technische Expressivität, fand aber Gefallen an kammermusikalische Schönheit. Daher ist das Augenmerk, besser das Gehör, eher auf das zentrale “Langsam” zu richten. Sol Gabetta stattete den Mittelsatz gefühlvoll aus, fand zu warmen Melodieführungen, ließ angenehme romantische Gefühle zu. Bewundernswert war die Reinheit der doppelgriffigen Kantilene, die virtuoser nicht hätte sein können. Gelungen war ferner ihre Überleitung zum Finalsatz, der wiederum attacca erfolgte. [...]

Der gute Eindruck der Solocellistin wurde durch das “Dolcissimo” von Peteris Vasks erhöht, eine moderne Komposition, die der Interpretin viel gestalterischen Freiraum bot, den sie weidlich ausnutzte. Alles war bewundernswert: Der improvisations­hafte Charakter, der markante Strich, die deutlich gesetzten Lagenwechsel, der Fingersatz, darunter auch mit Daumen, die herrlichen Glissandi und die bezaubernd-duftigen Flageolette – hochrangiges Virtuosentum. [...]

[Ganzer Artikel auf www.schwarzwaelder-bote.de]

- Schwarzwälder-Bote, Siegfried Kouba, 20.02.2014