Sol Gabetta
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Tue 09.01.2018

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[...] Der Magnet des Abends war zweifellos die Cellistin Sol Gabetta, die zwar nicht selten in der Region zu hören ist, von der man aber nicht so schnell genug bekommt. Sie spielte das Cellokonzert in a-Moll (1850) von Robert Schumann und lieferte sich mit dem Dirigenten Giovanni Antonini einen Dialog, wie er spannender kaum hätte sein können.
Denn während Antonini zuerst auf ein fast stürmisches Tempo setzte, beharrte die Solistin auf dem grüblerischen, nachdenklichen Grundton dieses Konzertwerks auf der Schwelle zu Schumanns Altersstil.

Wortloses Veto der Solistin

Auch der «sehr lebhaft» zu nehmende Werkteil begann im Orchester spritzig und angriffslustig, bis die Cellostimme wortlos ihr Veto einlegte und auf ein reflektierendes Innehalten pochte. An virtuosen Sechzehntelpassagen war dann gleichwohl kein Mangel. Dass diese Auseinandersetzung zwischen zwei musikalischen Temperamenten nicht zum stilistischen Bruch führte, stellte allen Beteiligten ein
gutes Zeugnis aus.

Als Zugabe schenkten die Interpreten dem begeisterten Publikum das Lied «Après un rêve» von Gabriel Fauré in einer Bearbeitung für Violoncello und Orchester – noch einmal Gelegenheit, sich dem herrlich elegant und drucklos strömenden Cello-Gesang von Sol Gabetta hinzugeben. [...]

[Basler Zeitung]

- Basler Zeitung, Sigfried Schibli, 24.02.2014