Sol Gabetta
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Sun 17.12.2017

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[...] Man spürt die große Vertrautheit zwischen der Solistin und dem Orchester. Sol Gabetta spielt auf ihrem Barockcello die Tuttistellen mit und entwickelt die Soli aus dem Orchesterklang. Sie ist eine Prima inter pares, die jede Chance zum Dialog ergreift. Dies ist bereits im Kopfsatz von Luigi Boccherinis Cellokonzert Nr. 10 in D-Dur zu hören, wobei sich Gabetta immer wieder kleine Freiheiten nimmt, die die Interpretation beleben. Ihr schlanker, sehniger Ton verzichtet auf jeden Schwulst. In der hohen Lage klingt ihr Instrument ähnlich hell und fein wie eine Violine. Ihre Finger klopfen wie kleine Hämmerchen auf das Griffbrett und verstärken so die perkussive Note der schnellen Sätze. [...]

In den Kadenzen berührt die Argentinierin gerade durch Zurücknahme und Fragilität im Ton. Die Energie des Orchesters fließt zur Solistin und von ihr wieder zurück ins Ensemble: Zusammenspiel par excellence! Auch bei Carl Philipp Emanuel Bachs Cellokonzert in A-Dur bleibt es spannend, zumal der Komponist immer wieder überrascht mit plötzlichen Generalpausen und dynamischen Kontrasten. Auch hier beeindruckt besonders der von schweren Seufzern eingeleitete langsame Satz, wo das Cello zum Erzähler wird, dem man gebannt zuhört. [...]

- Badische Zeitung, Georg Rudiger, 22.12.2016