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Sat 22.06.2019

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Wie geschmeidig dieses Orchester ist, zeigen auch die beiden Cellokonzerten. In Joseph Haydns Solokomposition in C-Dur spielt Franz Welser-Möst seine ganze Opern-Erfahrung aus, entwickelt eine quasi sprechende Begleitung. Das schlank und gezielt eingesetzte Vibrato gibt der Solistin alle Entfaltungsmöglichkeiten. Sol Gabetta zeigt nach dem üppigen Martinů-Konzert von letzter Woche auch in der Wiener Klassik ihre Vielseitigkeit. Mit den Philharmonikern kreiert sie das perfekte kleine Kammerspiel. Mit klarer und sauberer Artikulation, kernig im Ton gibt die «Artiste étoile» eine weitere Visitenkarte ihres Schaffens. Den zweiten Satz gestaltet sie sinnlich und verborgen, mit einem grossen Verständnis für Melodie und Tempo. Brillant und mit viel Leben vibriert sie durch das Finale.

- Tagblatt, 09.09.2018