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»....ihr Ton ist faszinierend. Er ist auf Energie und Elan aus. Beiläufiges gelingt Gabetta nicht, sie will es auch nicht. Daraus erwachsen große Momente. Phrasen von immenser Dichte, von Kraft und Klarheit, getragen von einem Klangideal, das nicht nur Schönheit will, sondern Leben.«
Frankfurter Rundschau, Okt. 2008
»Their passionate reading earned an ovation for a somewhat difficult piece to grasp for most audiences, and Gabetta's encore fully revealed the kind of serious musician she is.«
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Wo die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung, Sol Gabetta, auftritt, hinterlässt sie den Eindruck von fesselnden Interpretationen, passioniertem, körperlichem und beseeltem Spiel und einer charismatischen vereinnahmenden Persönlichkeit. Ihre grosse Stil- und Repertoireflexibilität zeichnet ihr künstlerisches Profil aus. Mit Schostakowitschs herausforderndem 2. Cellokonzert aus dem Jahre 1969 kann sie ebenso ihre musikalische Sprache packend vermitteln wie mit Vivaldi-Cellokonzerten aus dem frühen 18. Jahrhundert, gespielt auf Barockcello. Sie ist sowohl in Konzerten mit grossen Sinfonieorchestern, Kammerorchestern oder Barockensembles zu erleben, als auch als Gestalterin spannender Rezital-Abende mit hochkarätigen Pianisten-Partnern und Kammermusikern.
Das traditionelle Solo-Repertoire mit Werken von Dvorak, Tschaikowski, Schostakowitsch, Elgar und Haydn ergänzt sie kontinuierlich mit Werken aus dem 20. Jahrhundert, sei dies das Cellokonzert von Bohuslav Martinu oder jenes von Samuel Barber, Werke, die sie im Jahre 2009 und 2010 neu einstudierte und auf Tourneen aufgeführt hat. Ein grosses Anliegen ist Sol Gabetta die Zusammenarbeit mit Komponisten, die für sie Werke schreiben oder deren Werke sie einstudiert und aufführt. Eine enge Zusammenarbeit pflegt sie mit dem lettischen Komponisten Peteris Vasks, dessen Werk „Das Buch“ sie regelmässig aufführt.
Während Sol Gabetta im deutschen Sprachraum, namentlich in Städten wie München, Berlin, Hamburg, Wien oder Zürich bereits eine grosse Anhängerschaft und Fangemeinde hat, die regelmässig die grossen Konzertsäle wie die Philharmonie München, die Tonhalle Zürich, den Musikverein Wien oder die Laeiszhalle Hamburg füllen, wächst ihr Publikum stetig auch in den angrenzenden Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich, den Beneluxstaaten oder Grossbritannien an. In dieser Saison bereiste sie zum ersten Mal auf Tournee auch die USA und Südamerika, und in den kommenden Saisons sind Tourneen in Japan und Australien programmiert.
Ihre internationale Karriere wurde im Jahre 2004 lanciert, als sie den renommierten «Crédit Suisse Young Artists-Award» gewann, eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musikerinnen und Musiker. Die Preisträgerkonzerte im Herbst 2004 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev öffneten Sol Gabetta verschiedene grosse Türen in die Musikwelt.
Ihre Debut-CD bei Sony-Music mit Werken von Tschaikowski, Saint-Saëns und Ginastera wurde im Herbst 2007 mit einem ECHO ausgezeichnet und vor einem Millionenpublikum auf dem deutschen Fernsehkanal ZDF verliehen. Einen weiteren Echo erhielt die Cellistin für ihre Live-Aufnahme mit den Münchner Philharmonikern und Schostakowitschs 2. Cellokonzert im Herbst 2009. Weitere Aufnahmen bei Sony-Music erschienen mit Vivaldis Cellokonzerten mit den Sonatori della Gioioso Marca (2007) auf Barockcello und klassischen Cellokonzerten von Haydn, Leopold Hofmann und einem Arrangement eines Mozart-Flötenkonzertes (2009). Sämtliche bisher erschienenen Aufnahmen landeten auf Anhieb in den deutschen Klassik-Charts, letztere gar als Nr. 1 in den Monaten September und Oktober 2009.
Schon in früheren Jahren wurden Sol Gabetta Preise zugesprochen, u.a. beim ARD-Wettbewerb in München oder beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Zahlreiche namhafte Orchester wie etwa die Wiener Philharmoniker, The Russian National Orchestra, Rotterdam Philharmonic, die Münchner Philharmoniker, Royal Philharmonic Orchestra London, Detroit Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker oder das Sinfonieorchester St. Petersburg schätzen die regelmässige Zusammenarbeit mit Sol Gabetta. Ebenso tun dies Dirigenten wie Leonard Slatkin, Andris Nelsons, Neeme Järvi, Mikhail Pletnev, Christoph Eschenbach, Charles Dutoit, Paul McCreesh oder Valery Gergiev. Neben ihrer zunehmenden Konzertpräsenz in ganz Europa und in Japan haben im Jahre 2009 bedeutende Debüts in den USA oder Grossbritannien stattgefunden, u.a. mit dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit oder mit Royal Philharmonic unter demselben Dirigenten. Eine enge Zusammenarbeit pflegt sie mit dem Kammerorchester Basel. Im Juni 2008 debütierte Sol erfolgreich zusammen mit dem Starcellisten Yo Yo Ma in den USA unter der Leitung von Leonard Slatkin in dessen Doppelkonzert für 2 Celli sowie dem 2. Cellokonzert von D. Schostakowitsch.
Im Februar 2006 beendete sie ihr Solistenstudium bei Professor David Geringas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin, nachdem sie zuvor während 10 Jahren beim Cellisten Ivan Monighetti in Madrid und Basel studiert hatte. Seit Herbst 2005 hat Sol Gabetta eine Assistenz-Professur an der Musikhochschule Basel inne.
Eine grosse Leidenschaft stellen ihre eigenen Projekte dar, welche sie aus ihrer Initiative heraus angestossen hat: Seit dem Juni 2006 veranstaltet sie das Solsberg-Festival in ihrer Schweizer Wahlheimat. Zu diesem Kammermusikfestival lädt sie ihr nahe stehende Musiker ein und zelebriert in 8 bis 10 Konzerten die Kammermusik in allen Farben. Ein weiteres Eigenprojekt ist die „Cappella Gabetta“. Dieses Barockorchester geht mit der Cellistin im Dezember 2010 das erste Mal auf eine Tournee mit Musik von Vivaldi und Zeitgenossen und wird von Sol Gabettas Bruder, dem Violinisten Andrés Gabetta vom Konzertmeisterpult angeführt.
Dank eines großzügigen privaten Stipendiums des Rahn-Kulturfonds spielt die Künstlerin eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759.
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